Donnerstag, 30. Juli 2020

Daniel Lektion 1

„Und der König befahl Aspenas, dem Obersten seiner Kämmerer, dass er ihm etliche von den Söhnen Israels bringen solle, die von königlichem Samen und von den Vornehmsten sein sollten, junge Männer ohne Makel, schön von Gestalt und klug in aller Weisheit, einsichtsvoll und des Wissens kundig, die tüchtig wären, im Palast des Königs zu dienen, und dass man sie in der Schrift und Sprache der Chaldäer unterwiese. Diesen bestimmte der König den täglichen Unterhalt von der feinen Speise des Königs und von dem Wein, den er selbst trank, und [ordnete an], dass man sie drei Jahre lang erziehen sollte und dass sie danach dem König dienen sollten. Unter ihnen befanden sich von den Söhnen Judas Daniel, Hananja, Misael und Asarja.“

Daniel 1:3-6


Die Jugendlichen Daniel, Hananja, Misael und Asarja sollten in dieser Ausbildungsschule nicht nur zum königlichen Palast Zugang haben, sondern es war vorgesehen, dass sie von dem Fleisch essen und dem Wein trinken sollten, der vom Tisch des Königs kam. In all dem gedachte der König, Ihnen nicht nur große Ehre zu erweisen, sondern auch die bestmögliche Körperliche und geistige Entwicklung sicherzustellen, die je erlangt werden konnte. Unter den Esswaren, die dem König vorgesetzt wurden, befanden sich Schweinefleisch und andere Fleischarten, die das Gesetz Mose für unrein erklärt hatte und die zu essen den Hebräern ausdrücklich verboten war. Hier wurde Daniel vor eine ernsthafte Prüfung gestellt. Sollte er hinsichtlich Fleischnahrung und Getränke an den Lehrern seiner Väter festhalten und den König verletzen, dabei nicht nur seine Stellung sondern auch sein Leben verlieren, oder sollte er das Gebot des Herrn missachten, das Wohlwollen des Königs behalten und sich so große intellektuelle Vorteile sichern, sowie die schmeichelhaften weltlichen Aussichten?


„Und Gott gab Daniel Gnade und Barmherzigkeit vor dem obersten Kämmerer. Und der oberste Kämmerer sprach zu Daniel: Ich fürchte nur meinen Herrn, den König, der euch eure Speise und euer Getränk bestimmt hat. Denn warum sollte er wahrnehmen, dass euer Aussehen weniger gut wäre als das der anderen jungen Männer in eurem Alter? Dann wärt ihr schuld, wenn ich meinen Kopf beim König verwirkte!“

Daniel 1:9-10


Daniel zögerte nicht lange. Er entschloss sich, seine Wahrhaftigkeit fest zu vertreten, komme, was da wolle. Er „setzte sich vor in seinem Herzen, dass er sich mit des Königs Speise und mit dem Wein, den er trank, nicht verunreinigen wollte...“ Es gibt heute unter viele Christen, die meinen, Daniel sei allzu absonderlich, viele die ihn als engstirnig und starrköpfig bezeichnen. War Daniel wirklich so ein Mensch oder war er Gehorsam?


„Da antwortete Daniel dem Aufseher, den der oberste Kämmerer über Daniel, Hananja, Misael und Asarja gesetzt hatte: Versuche es doch zehn Tage lang mit deinen Knechten, dass man uns Gemüse zu essen und Wasser zu trinken gibt; danach soll man vor dir unser Aussehen und das Aussehen der anderen jungen Männer anschauen, die von der feinen Speise des Königs essen; nach dem, was du dann sehen wirst, handle weiter mit deinen Knechten! Da hörte er auf sie in dieser Sache und versuchte es zehn Tage lang mit ihnen.“

Daniel 1:11-14


Die Forderungen durch den Geist der Weissagung, sollte man unwiderruflich ohne zögern gehorchen. Der Charakter wird der Welt als beeindruckendes Beispiel dafür dargestellt, was Gottes Gnade aus Menschen machen kann, die von Natur aus gefallen und durch die Sünde verdorben sind. Die Aufzeichnung seines edlen, selbstverleugnenden Lebens, an der wir alle Anteil haben, ist unserer Menschheit eine Ermutigung. Daraus, können wir Kraft schöpfen, der Versuchung tapfer zu widerstehen, fest und im Schmuck der Gnade in der schwersten Prüfung für das Recht einstehen. Daniel hätte eine einleuchtende Entschuldigung finden können wie es heute viele Christen tun, um von seinen fest geregelten Enthaltsamkeitsgewohnheiten abzuweichen: Aber die Zustimmung Gottes war ihm kostbarer, als die des mächtigsten irdischen Herrschers, kostbarer noch als das Leben selbst.


„Und nach den zehn Tagen sah man, dass sie besser aussahen und wohlgenährter waren als alle jungen Männer, die von der feinen Speise des Königs aßen. Da nahm der Aufseher ihre feine Speise und den Wein, den sie trinken sollten, weg und gab ihnen Gemüse. Und Gott gab diesen vier jungen Männern Kenntnis und Verständnis für alle Schrift und Weisheit; Daniel aber machte er verständig in allen Gesichten und Träumen.“

Daniel 1:15-17


Nachdem Daniel durch sein höfliches Betragen die Gunst des Kämmerers Aspenas gewonnen hatte, der für die hebräischen Jünglinge verantwortlich war, bat Daniel, dass sie nicht von des Königs Fleisch essen, noch von seinem Wein trinken müssten. Da befürchtete Aspenas, dass er beim König in Ungnade fallen und so sein eigenes Leben gefährden könnte, sollte er diese Bitte erfüllen. Wie viele heutzutage, so dachte auch er, dass eine enthaltsame Diät diese Jugendlichen blass und kränklich im Aussehen machte sowie unzureichend an Muskelkraft, wohingegen die üppigen Speisen von des Königs Tafel sie pausbackig und schön werden ließen und ihnen Überlegenheit in körperlicher Leistungsfähigkeit verleihen würden. Daniel bat, die Angelegenheit durch eine Probe von zehn Tagen zu entscheiden. Den hebräischen Jünglingen sollte während dieser kurzen Zeit erlaubt sein, einfache Speisen zu essen, während ihre Mitschüler an des Königs Leckerbissen teilhatten. Die Bitte wurde schließlich gewährt, und Daniel war sich sicher, dass seine Sache gesiegt hatte. Obwohl er erst Jugendlicher war, hatte er doch die schädigenden Auswirkungen von Wein und üppigem Leben auf körperliche und geistige Gesundheit gesehen. Am Ende der zehn Tage war das Ergebnis den Erwartungen des Aspenas genau entgegengesetzt. Die in ihren Gewohnheiten enthaltsam gewesen waren, zeigten nicht nur im Aussehen, sondern auch in körperlicher Fitness und Geisteskraft eine auffallende Überlegenheit über ihre Mitschüler, die dem Appetit gefrönt hatten. Als ein Ergebnis dieser Prüfung wurde Daniel und seinen Freunden erlaubt, ihre einfache Nahrung weiterhin einzunehmen, und zwar während der gesamten Zeit der Ausbildung für ihre Pflichten.


„Nachdem nun die Zeit verflossen war, nach welcher der König ihre Vorstellung befohlen hatte, führte sie der oberste Kämmerer vor Nebukadnezar. Da redete der König mit ihnen; aber keiner unter ihnen allen wurde gefunden, der Daniel, Hananja, Misael und Asarja gleichgekommen wäre; und sie traten in den Dienst des Königs. Und in allen Angelegenheiten, die Weisheit und Einsicht erforderten, nach denen der König sie fragte, fand er sie zehnmal besser als alle Traumdeuter und Wahrsager, die er in seinem ganzen Reich hatte. Und Daniel blieb bis zum ersten Jahr des Königs Kyrus.“

Daniel 1:18-21


Der Herr betrachtete die Festigkeit und Selbstverleugnung dieser hebräischen Jünglinge zustimmend, und sein Segen begleitete sie. Er „gab ihnen Kenntnis und Geschick in aller Gelehrsamkeit und Weisheit, und Daniel Verstand in allen Visionen und Träumen.“ Nach Ablauf der drei jährigen Ausbildung, als ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten vom König geprüft wurden, „fand er niemanden wie Daniel, Hananja, Misael und Asarja - deshalb standen sie vor dem König. Und in allen Dingen, die der König von ihnen forderte und in denen es auf Weisheit und Einsicht ankam, fand er sie zehnmal klüger als alle Zauberer und Sterndeuter, die in seinem Reiche waren.“ Hier ist eine Lehre für alle, besonders aber für die Jugend. Eine Übereinstimmung mit Gottes Forderungen ist für die Gesundheit von Leib und Geist segensreich. Um das höchste Maß an moralischen und intellektuellen Fähigkeiten zu erreichen, ist es nötig, von Gott Weisheit und Stärke zu erbitten und in allen Lebensgewohnheiten strenge Enthaltsamkeit zu üben. Im Erlebnis Daniels und seiner Freunde haben wir ein Beispiel für den Triumph des Grundsatzes über die Versuchung, dem Appetit zu frönen. Dies zeigt uns, dass junge Männer dank religiöser Grundsätze über die Lüste des Fleisches triumphieren und Gottes Forderungen gegenüber treu bleiben können, selbst wenn es sie ein großes Opfer kostete.

Warum hat Daniel kein Fleisch gegessen? Daniel wusste, dass es nicht zum Guten dient. Warum kam Daniel nicht in der Versuchung, eine Fleischnahrung zu sich zu nehmen? Sollten wir nicht wie Daniel und seine Freunde Stärke und Weisheit erlangen? Der Herr hatte Daniel und seinen Freunden ein gesundes Urteilsvermögen geschenkt. Gott verlangt von seinem Volke ständiges Voranschreiten.

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